STREIK-CAFÈ

Mobiles Streik-Café

Da die Möglichkeiten zu streiken genauso vielfältig sind, wie die Gründe warum wir streiken, haben wir ein mobiles Streik-Café geplant, um unserem Streik einen gemeinsamen Ausdruck zu verleihen und sichtbar zu machen.

Am Vormittag werden wir mit diesem durch die Stadt ziehen und mit Kundgebungen an drei symbolischen Orten verschiedene (Arbeits-)kämpfe thematisieren. Wir rufen alle Frauen, Lesben, inter-geschlechtliche, nicht-binäre und trans Personen (kurz: FLINT*)[1] auf, zu unseren Kundgebungen zu kommen und sich an unserem mobilen Streik-Café zu beteiligen. Die Wege zu den anderen Kundgebungs-Orten legen wir corona-konform mit Fahrrädern oder anderen fahrbaren Untersätzen zurück.

ACHTUNG: Unsere geplanten Streik-Aktionen haben sich noch einmal geändert. Unser Mobiles Streik-Café findet in leicht angepasster Form weiterhin statt. Die Demo haben wir abgesagt. Nähere Infos zu den Hintergründen findet ihr hier.

Aktueller Stand des Mobilen Streik-Cafés:

10.15 Uhr bis 11.15 Uhr: Streik-Kundgebung am Städtischen Krankenhaus – Gesundheit ist keine Ware!

(Chemnitzstr. / Kronshagener Weg, Kiel)

Pfleger*innen wehren sich schon lange gegen die systematische Abwertung und Ausbeutung ihrer Arbeit. Seit Jahren fordern sie in Streiks, dass die Arbeit am Menschen nicht kaputtgespart werden soll. Unter dem Motto: „Gesundheit ist keine Ware“ wollen wir uns mit diesen Kämpfen solidarisch zeigen und gemeinsam streiken.

12 Uhr bis 13 Uhr: Streik-Kundgebung vor der Ausländerbehörde – Fight fortress Europe!

(Sophienblatt / Herzog-Friedrich-Straße)

Weltweit migrieren und flüchten mehr FLINT* als cis-Männer[2]. Aufgrund geschlechterspezifischer Ungleichheiten und rassistischer Diskriminierung haben migrantische FLINT* im Ankunftsland häufig einen schlechteren Zugang zu Ressourcen und damit einhergehend geringere Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Sie arbeiten daher häufig unter prekären Arbeitsbedingungen, was ein geringeres Einkommen, eine schlechtere Absicherung und unflexiblere Arbeitszeiten zur Folge hat. Besonders im Pflege- und Erziehungssektor arbeiten viele migrantische FLINT*. Weil Migrant*innen in niedrigqualifizierten, schlecht bezahlten und prekären Arbeitsplätzen überrepräsentiert sind, leiden sie in der Corona-Krise häufiger unter Arbeitslosigkeit. Auch das Risiko sich mit Corona anzustecken ist in prekären Jobs mit schlechten Arbeitsbedingungen um ein Vielfaches höher. Am 8. März setzen wir ein Zeichen gegen diese Ungleichheit und streiken symbolisch vor der Ausländerbehörde.

13.45 Uhr bis 14.45 Uhr: Streik-Kundgebung vor dem Familienzentrum Gaarden – Care-Revolution now!

(Preetzer Straße / Elisabethstraße)

Nicht erst die Corona-Krise sollte für alle unmissverständlich deutlich gemacht haben, wie wichtig und anspruchsvoll die Arbeit von Erzieher*innen und Sozialarbeiter*innen ist. Trotzdem war das Klatschen längst verhallt, als die Beschäftigen im öffentlichen Dienst – auch in Kiel – Ende letzten Jahres für eine Lohnerhöhung gekämpft haben. Wir nutzen den 8. März, um uns mit allen Care-Arbeiter*innen zu verbünden und unsere Wut gemeinsam auf die Straße zu tragen.

[1]FLINT* ist eine Abkürzung, die für alle Menschen gelten soll, die vom Patriarchat unterdrückt werden. Sie steht für Frauen, Lesben, intergeschlechtliche, nicht-binäre und trans Menschen. Trans bedeutet: Ein Mensch lebt in einem anderen Geschlecht als das, was Ärzt*innen bei der Geburt gesagt haben. Inter bedeutet: Wenn die Medizin sagt, ein Mensch ist nicht eindeutig eine Frau oder ein Mann. Nicht-binär bedeutet: ein Mensch ist weder eine Frau noch ein Mann.

[2]Cis bedeutet, dass ein Mensch das Geschlecht hat, das ihm bei der Geburt zugewiesen wurde.